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Reisebericht
UGANDA 2002
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Wenn bis vor zwei Jahren mir jemand gesagt hätte, dass ich bald mitten in Afrika landen würde, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Wie das Schicksal aber so will, bin ich, am 26. Februar 2002, tatsächlich nach Afrika, und das bis nach Uganda am Äquator, geflogen. Es war eine Reise, die unser Pfarrer Stefan Klinkenberg organisierte, um Kontakte zu unserer Partnergemeinde Pakele in Norden Ugandas zu knüpfen bzw. zu stärken. Dabei hatten wir auch die Möglichkeit, das Land mitten in Afrika kennen zu lernen. Pfr. Stefan Klinkenberg schaffte es 11 Leute aus unseren Steinbücheler Gemeinden für diese Reise so zu begeistern, dass sie bereit waren dafür 2000 Euro auszugeben und mehrere Impfungen über sich zu ergehen (für die auch noch ca. 200 Euro zu bezahlen waren). Es war eine Gruppe von sehr unterschiedlichen Menschen, die sich aber sehr gut verstanden haben. Jörg war mit seinen 24 Jahren der Jüngste und die Hilde, 88 Jaher alt, die Älteste. Ein Tagebuch, das ich auf unserer Gemeinde Homepage veröffentlicht habe, hat unsere Gerti auf der Reise geführt. Hier nur ganz kurz: Nach der Ankunft in Kampala wurden wir in einem Gästehaus, dem Arua-Haus, des Bistums untergebracht. Gleich am nächsten Tag sind wir zu den Nilquellen und Bujagali Falls (bei Jinja), ca. 80 km östlich von Kampala, gefahren. Diese Ecke gilt als eine der schönsten Gegenden Ugandas, was ich nur bestätigen kann. Übernachtet haben wir dort in einem Camp, auf einem Berg, mit einer unbeschreiblich schönen Aussicht von auf die Schnellen des Nils. Übrigens - in diesem Camp haben wir die größte Anzahl von Touristen (aus der ganzen Welt), während der ganzen Reise durch Uganda, angetroffen. Die nächste Nacht haben wir wieder in Kampala verbracht, um von dort am nächsten Tag zu einer der Inseln von Sese Islands im Victoria See aufzubrechen. Ziel war ein Touristen-Camp auf der Insel Kalangala, der von einer sehr freundlichen (schwarzen) Frau geführt wurde, die 10 Jahre als Krankenschwester in Deutschland gearbeitet hat. Es war ein Platz mit weißen Stränden und Regenwald im Hintergrund. Wir waren so begeistert, dass wir dort gerne die ganzen 3 Wochen verbracht hätten. Es war auch einer der wenigen Plätze am Victoria See wo man bedenkenlos schwimmen konnte. Leider mussten wir am nächsten Tag wieder zurück nach Kampala, denn ein Tag später erwartete uns der Flug in den Norden Ugandas, zur unseren Partnergemeinde in Pakele. Auf dem kleinen Flughafen in Adjumani wurde uns ein berauschender Empfang bereitet. Auch auf der ca. 10 km langen Reise nach Pakele auf einem LKW und später am Gemeindehaus in Pakele selbst begleitete uns das Empfangs-Komitee mit Gesängen. In Pakele haben wir dann die nächsten 7 Tage verbracht. Es waren Erlebnisse, die kein Reisebüro bieten kann. Pakele ist ein sehr großes Dorf, wo die Menschen noch relativ primitiv leben. Kein Strom und damit auch kein Fernseher und kein Radio. Wir hatten die Gelegenheit mit diesen Menschen Kontakt aufzunehmen und sich deren Lebensweise aus der Nähe anzuschauen. Besonders wichtig waren für uns auch die Begegnungen mit den Kindern aus dem Waisenhaus, das komplett von den Spenden aus unseren Gemeinden finanziert wird. Auch hier möchte ich auf die Berichte auf unserer Gemeinde-Homepage verweisen, um mehr darüber zu erfahren. Nach einer Woche sind wir dann mit einem Linienbus (was auch ein besonderes Erlebnis war) ca. 100 km nach Gulu gefahren. Dort hatten wir die Gelegenheit gehabt ein Philosophie- und Theologieseminar, sowie die Kathedrale zu besichtigen. Übernachtet haben wir in Gulu in einem relativ komfortablen Hotel, wo aber die Bedienung im Restaurant katastrophal war. Von Gulu sind wir mit einem Taxi (14-sitzger Kleinbus) ca. 350 km zurück nach Kampala gefahren. Nachmittags in Kampala hatten wir nur 1 Stunde Zeit um ein paar Andenken zu kaufen, denn am nächsten Tag sollten wir schon weiter zu den National Parks fahren. Der erste Park den wir angesteuert hatten, war der Lake Mburo National Park, wo wir die ersten Fotos von wilden Tieren machen konnten und wo wir auch eine Nacht in Zelten verbracht haben. In den nächsten drei Tagen und Nächten waren wir in einer luxuriösen Herberge, der Mweya-Lodge, in Queen Elisabeth National Park untergebracht. Dort haben wir auch die meisten wilden Tiere, während der Safari-Fahrten mit einem Jeep und während einer Bootsfahrt, gesehen und fotografiert. Damit näherte sich auch der Abschluss dieser Reise, die im Gedächtnis für immer bleibende Erinnerungen gelassen hat. Henry Solich |
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